Miss Valentine 2010 mit fast allen internationalen Top-Gymnastinnen
Lisa Catharina Jöhnk turnt sich auf Platz 20!
Dieses Jahr nahm Lisa das erste Mal beim Miss Valentine Turnier in Tartu (Estland), dem wohl best besetzten internationalen Turnier außerhalb der offiziellen FIG-Wettkämpfe teil. Die Teilnehmerliste war nur so gespickt mit den Stars der Weltspitze. So waren aus unter anderem Lukonina, Donech, Garajeva, Gurbanova, Miteva, Rabsava, Narkevich, Siderova, sowie die Einzelgymnastinnen der Nationalmannschaften aus Estland, Finnland, Schweden, Norwegen sowie Top-Gymnastinnen aus Israel am Start. Aus Deutschland starteten bei den Seniorinnen Kristina Gukova (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Lisa. Und Lisa konnte trotz infektbedingter Schwäche einen richtig guten Eindruck hinterlassen und sich in diesem erlesenen Feld besonders mit dem Band als hervorragende 20. wieder einmal toll platzieren.
Anreise
Es ging eigentlich schon wieder viel zu lange gut. Wir hätten ahnen können, dass mal wieder eine sagen wir spannende Wettkampfreise auf uns zu kommen würde. Es ging schon einmal damit los, dass 2 Nächte vor unserer geplanten Abreise Kiel mal wieder im Schnee versank. Und zwar so richtig. Also entschlossen wir uns, vorsorglich schon einmal einen Tag eher nach Hamburg zu fahren, um unseren Flieger nicht zu verpassen. Gut gedacht und auch berechtigt, denn am nächsten Morgen war die A7 dicht. So checkten wir auch pünktlich ein und warteten auf den Aufruf, der aber nicht kam. So nebenbei wurde uns dann mitgeteilt, dass der Flieger fast eine Stunde Verspätung habe und unsere Koffer schon wieder ausgecheckt seien, weil wir umgebucht seien. Also raus und das ganze noch einmal von vorne. Am Schalter eröffnete uns die freundliche Dame dann, dass wir auch gerne 5 Stunden später über Riga nach Tallin fliegen könnten. Wir würden dann jedoch statt um 2 eben erst um 9 Uhr abends ankommen. Und dann noch 2 1/2 Stunden Busshuttle nach Tartu. Also nahmen wir lieber die Alternative. Und die lautete: Hamburg – Göteborg. Göteborg – Kopenhagen und Kopenhagen – Tallin. Na dann mal los. Bei schönstem Sonnenschein flogen wir dann zurück über Kiel nach Göteborg. Wurden direkt von einer Maschine zur nächsten gefahren und weiter nach Kopenhagen. Dort startete unser Flieger 5 m über dem Boden noch mal schnell durch, weil ein anderes Flugzeug im Weg war. Nach einer Ehrenrunde über Kopenhagen konnten wir dann doch noch gut landen. 2 Stunden Aufenthalt inklusive endloses Warten am Transferschalter, um an die Bordkarten zu kommen und ab nach Tallin. Leider mussten wir dann feststellen, dass Svenjas Koffer in Kopenhagen geblieben war. Also noch schnell das Nachschicken des Koffers nach Tartu organisieren. Nach 2 1/2 Stunden Bus-Schuttle von Tallin nach Tartu kamen wir dann in der beeindruckenden Wettkampfhalle an. Von dort ins Hotel und endlich Schlafen.
1.Wettkampftag
Aber auch am nächsten Morgen schien unsere kleine Delegation nicht gerade vom Glück verfolgt zu sein. Lisa wachte mit einer Mandelentzündung auf und Svenja konnte verletzungsbedingt nicht starten. Lisa als Kämpfernatur wollte unbedingt starten und verzichtete weitestgehend auf das Einturnen, um Körner zu sparen. Die erste Übung (Seil) ging schon ganz gut, aber die Reifenübung war noch besser und bescherte Lisa einen sehr guten 25. Platz.
2.Wettkampftag
Am Samstag standen die Übungen mit Ball und Band auf dem Programm. Und Lisa gelangen zwei Super-Durchgänge ohne die kleinste Unsicherheit. Platz 26 (Ball) und 20 (Band) waren der Lohn. Insgesamt konnte Lisa einen Vierkampf mit nur einem einzigen kleinen Geräteverlust und 4 Übungen über jeweils 20 Punkten hinlegen. Somit konnte Lisa auch bei diesem großen internationalen Wettkampf ihre hervorragenden Leistungen von Udine und Paderborn bestätigen.
Abreise
Nun hätte man doch denken können, dass nach der turbulenten Anreise die Rückflüge klappen würden. Nix da! In Prag kamen wir auch an – natürlich wieder einmal mit Verspätung. Aber nach einem Sprint durch den Flughafen erreichten wir doch noch den Flieger nach Hamburg. Dann rollte die Maschine auf das Rollfeld – und kehrten wieder um. Technische Probleme mit dem Propeller. Nach 20 Minuten Mechanikergebastel im Cockpit und auch von außen an der Maschine hieß es dann wieder einmal: Alle raus und gehe zurück auf Null. Mit 2 Stunden Verspätung ging es dann doch noch mit der reparierten Maschine los und – tatsächlich – spät abends landeten wir dann in Hamburg. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass die Verfasserin dieser Zeilen (Kerstin) schon immer unter Flugangst gelitten hat…….
All diese Schwierigkeiten beim Reisen schmälerten aber nicht die tollen Eindrücke , den wir von diesem Turnier mit nach Hause genommen haben. Der Wettkampf verlief sehr stimmungsvoll und war beeindruckend professionell organisiert.
Herzlichen Glückwunsch Lisa!!!