Sieg für unsere FWK-Gruppe und Bronze für unsere SWK Gruppe
Damm-da-damm........damm-da-damm........und los. Beim ersten Einmarsch dieses wunderbar organisierten und so stimmungsvollen Deutschland-Cups-Gruppen schien erst einmal alles wie immer. Einmarsch halt. Und dann trauten wir unseren Augen nicht. Und so ging es eigentlich allen Zuschauern. Zuerst ungläubiges Staunen und dann Begeisterungsstürme bei jeder dieser tollen Einmarschchoreografien zu der mitreißenden Musik. Das hat richtig viel Spaß gemacht und der ganzen Veranstaltung einen tollen Rahmen gegeben.... ein paar Rührungstränen und Gänsehautfeeling inklusive!
Aber erst einmal mußten wir ja hinkommen zu unserem 2. Saison-Highlight in Koblenz. Und das ist ja bei uns bekanntermaßen nicht ganz so unkompliziert. Nachdem wir bei unserem letzten Deutschland-Cup in Koblenz vor 5 Jahren nur 50 km weit kamen, um dann mitten auf der Pampa wegen eines technischen Problems aus dem Zug herauskomplimentiert wurden und erst einmal 2 Stunden draußen herumstehen durften (Anschlusszüge und Reservierungen natürlich weg), begnügte sich die Bahn diesesmal gnädig mit einer 87-minütigen Wartezeit mittem in Grünen irgendwo in der Nähe von Münster. Aber wir durften wenigstens im Zug sitzen bleiben. Entschädigt wurden wir durch die minütlichen freundlichen Durchsagen:"sänkyu for träveling wis Deutsche Bahn". Glücklicherweise passierte das alles am Donnerstag, so dass wir nicht wirklich in Stress gerieten. Und so kamen wir mit unseren 2 Gruppen dann doch noch nachmittags in der schönen Turnschule direkt am Rhein an und konnten sogar noch eine intensive Trainingseinheit in der Wettkampfhalle absolvieren.
Danach gings dann zum Italiener und ab ins Bett. Am nächsten Tag dann der Luxus, ausschlafen zu können und sich ganz in Ruhe fertigmachen zu können, denn der Gruppenwettkampf der FWK begann ja erst um 17 Uhr. Und unsere Kleinen hatten den ganzen Tag Zeit, sich an die Wettkampfhalle zu aklimatisieren, denn sie waren ja erst am Samstag dran.
Für unsere Großen, Vera, Anjuli, Lisi, Birty, Kathrin und Ersatzgymnastin Berenice galt es jedoch am Freitag schon, sich mit einer guten Übung möglichst ganz vorne zu plazieren und damit auch direkt das Finale zu erreichen. Und das klappte auch sehr gut. Die Übung war nicht perfekt. Es hatten sich doch 3 Fehler eingeschlichen. Aber mit dem Zwischenergebnis, als Erstplazierter punktgleich mit dem TSV Obernjesa direkt in das Finale zu ziehen, konnten wir alle sehr zufrieden sein. Aber natürlich war auch allen klar, dass das ein ausgesprochen spannendes Finale werden würde.
Und damit tauschten wir nun die Rollen, und die Großen hatten einen Tag frei und unsere Kleinen hatten ihren ersten richtig großen Gruppenwettkampf zu turnen. Und "klein", also jung sind unsere SWK-Mädchen wirklich noch, denn mit Krissi und Svenja (beide 9 Jahre) und Ivi (10 Jahre) hatten wir eine sehr junge Nachwuchsgruppe am Start. Dementsprechend groß wurden auch die Augen von Lara, Neele, Ivi, Svenja und Krissi, als sie das Gewimmel auf den Einturnflächen sahen. Aber da wuselten sie sich konzentriert und zunehmend selbstbewußt durch und dann ging es los. Unser Ziel war es, Erfahrungen zu sammeln, bestenfalls unter die ersten 8, aber wenigstens unter die ersten 12 zu kommen, so dass unsere Mädchen 2 Durchgänge turnen könnten. Und in etwa so verlief auch der erste Durchgang. Es passierte kein Chaos auf der Fläche, aber es waren doch 3 deutliche Ballverluste, so dass wir mit Platz 6 und dem Erreichen des 2. Qualifikationsdurchganges sehr zufrieden waren. Und nun sollte es doch beim 2. Durchgang mal mit einer fehlerfreien Übung klappen. Aber unsere kleinen Tüttelmäuse liefen doch wieder ungeplant hinter den Bällen her und so konnten wir mit Platz 7 und der Finalteilnahme mehr als zufrieden sein und hofften für das Finale auf eine schöne fehlerarme Übung - und dann einfach mal sehen, was so herauskommt.
Ganz so entspannt konnte unsere FWK-Gruppe (leider, bzw. eigentlich ja glücklicherweise) nicht in das Finale gehen. Aber es war unseren Mädchen schon auf der Einturnfläche anzusehen, dass sie nicht angespannt, jedoch hochkonzentriert in den Wettkampftag gingen. Diese Konzentration mußte jedoch auch lange aufrechterhalten werden, denn unsere Gruppe hatte den letzten Startplatz ausgelost. Zunächst waren also die Gymnastinenn vom TSV Obernjesa dran. Und sie turnten eine souveräne komplett fehlerfreie Übung und legten somit eine starke Leistung vor. Und damit war noch klarer: Fehler kann man sich nicht erlauben! Und dann gingen sie auf die Fläche...... und turnten die schönste Übung unserer bisherigen Gruppengeschichte... und zwar wirklich auf den Punkt und komplett fehlerfrei. Und damit war er erturnt, der Deutschland-Cup-Sieg. Mädels, es war wirklich ein Genuß, euch zuzuschauen. Super!!!
..........aber zwei kleine Wermutstropen gab es trotzdem noch...aber dazu später!
Denn, parallel dazu turnten ja auch noch unsere Kleinen. Die Wechsel hatten wir am Freitag und Samstag (wir waren tatsächlich die Ersten in der Halle!) noch einmal intensiv geübt: "Stehn" - und...."Stehn" - und ......"Stehn" - und (alle Gruppentrainerinnen werden wissen, was ich meine) und nun waren wir gespannt, ob es geholfen hatte. Und schon waren sie dran und turnten dieses mal richtig gut durch. Ein "normaler" Geräteverlust, aber ansonsten eine wirklich gelungene und sehr sauber geturnte Übung. Natürlich freuten wir uns alle über den tollen Auftritt und auch die um mehr als 2 Punkte höhere Wertung, als noch einen Tag zuvor - aber mit einem Treppchenplatz hatten wir ja gar nicht gerechnet. Um so schöner war dann natürlich die Überraschung und die Freude über die Bronzemedaille. Meine lieben Mäuse: "Das Wechseln habt ihr noch nicht so gut drauf. Aber eines muss man euch lassen: Ihr hattet es drauf, die beste Saisonübung zum Saisonhöhepunkt, nämlich im Finale zu turnen - und das muss man erst einmal hinkriegen. Ganz große Klasse!"
... und nun zurück zu den zwei Wermutstropfen:
Für Vera und Anjuli war es nämlich der letzte Wettkampf ihrer so langjährigen, erfolgreichen und einfach tollen RSG-Zeit bei uns. Und so flossen natürlich nicht nur Freuden- sondern auch ein paar andere Tränen. Aber wie kann man schöner aufhören, als mit einem solch schönen Wettkampf? Und wir sind natürlich froh darüber, dass ihr uns für Showauftritte und im jetzt nicht mehr ganz so häufigen Training erhalten bleibt. Wir möchten uns bei euch beiden für die vielen schönen Jahre, die wir gemeinsam in und außerhalb der Trainingshallen verbracht haben ganz herzlich bedanken! .... und dann bis zum nächsten gemeinsamen Training!
Vielen Dank, liebe Eltern und liebe Gerda für die Unterstützung und den tollen Empfang auf dem Bahnhof!!!
...und Tanja und Co: Bis zum nächsten Mal beim Italiener!
Herzlichen Glückwunsch